Seit einigen Jahren bin ich Rentner und müsste – wenn ich der von Wirtschaftskreisen massiv finanzierten Werbekampagne folgen würde – die Altersvorsorge 2020 ablehnen. Das werde ich aber nicht!

Ich kann mit meinen Renten aus AHV und Pensionskasse gut leben und weiss das zu schätzen. Und ich akzeptiere eine minime Erhöhung der Mehrwertsteuer.

Wenn ich an meine Kinder und Grosskinder und die Menschen ihres Alters denke, sehe ich zwei Gefahren für ihre Altersvorsorge.

Erste Gefahr: Am 24. September gibt es ein Nein. Das ist schlecht, denn der jetzige Zustand ist unbestrittenermassen schlechter für die (noch) erwerbstätige Bevölkerung als die zur Abstimmung gelangende Regelung. Und wer die Mechanik schweizerischer Politik und die Mehrheitsverhältnisse im Parlament kennt, weiss, dass eine alternative Lösung nicht in Sicht ist.

Zweite Gefahr: Der Solidaritätsgedanke zwischen Jung und Alt, Arm und Reich, der in der AHV praktisch und vorbildlich umgesetzt ist, wird zurückgedrängt und vergessen. Das wäre das schlimmste Szenario für alle.

Wem eine gute Altersvorsorge für alle ein Anliegen ist, wird am 24. September zweimal Ja stimmen.


Hans Rebmann,
SP Gelterkinden u.U.

31. Aug 2017