Nachdem die Linke 2015 über 3000 Unterschriften für den Erhalt des U-Abos gesammelt hatte, musste die Regierung ihre Abbaumassnahme im öffentlichen Verkehr zurücknehmen. Das war ein grosser Erfolg, durch diesen Druck wurde das U-Abo vorerst gerettet.

Nun drohen aber weitere Kürzungen: Die FDP hat im Landrat unter anderem einen Vorstoss eingereicht, der einen weiteren Angriff auf das Erfolgsmodell U-Abo bedeutet. Weil die Millionen-Kürzungen der FDP-Regierungsrätin Pegoraro beim U-Abo offensichtlich in der Bevölkerung ganz und gar nicht gut angekommen sind, ist die Forderung dieses Mal etwas getarnter: Die „Tarifstruktur“ solle „überprüft“ werden. Konkret übersetzt aus Politiksprache: Das U-Abo mit dem heutigen erfolgreichen Einzonen-Modell wird angegriffen. „Chipkarten“ sollen geprüft werden, damit die Fahrten einzeln abgerechnet werden können. Wer also von Münchenstein aus in die Stadt pendelt, könnte zukünftig deutlich mehr bezahlen, als jemand, der im Matthäus-Quartier wohnt. Die SP hat sich, leider als einzige Partei, gegen den Vorstoss gewehrt. Die FDP-Schlaumeierei wurde von den Grünen bis zur SVP von allen mehrheitlich unterstützt und überwiesen. Der Vorstoss kommt in einigen Monaten wieder ins Parlament. Wir bleiben dran und werden uns auch weiterhin für den öffentlichen Verkehr und das U-Abo einsetzen.

01. Jun 2017