Das auf Verordnungsstufe durch die Regierung beschlossene Lektionendeputat hat automatisch einen Bildungsabbau zur Folge. Die Stundentafel, wie sie der Bildungsrat aufgrund dieser Vorgaben verabschieden musste, wird den Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler nicht gerecht. Den Fehler nun beim Bildungsrat zu suchen, ist verfehlt. Eine Anpassung des Lektionendeputats ist nötig.

Der Spielraum beim Festlegen der Stundentafel ist beschränkt: Das von der Regierung festgelegte sogenannte Lektionendeputat bestimmt, wie viele Lehrpersonenlektionen für jede Klasse zur Verfügung stehen. Daran muss sich der Bildungsrat halten. „Mit nur 42 Lehrpersonenlektionen für jede Klasse pro Woche bleiben wichtige Standards auf der Strecke! Sinnvoller Halbklassenunterricht in den Fremdsprachen, kein Abbau bei Geographie und Geschichte und eine gleichzeitige Stärkung der Naturwissenschaften sind so schlicht nicht möglich“, kommentiert SP-Fraktionspräsidentin Miriam Locher die Ausgangslage. „Den Schwarzen Peter nun dem Bildungsrat zuzuschieben, wie es die politische Rechte versucht, bringt nichts.“

Zur Sicherung der Bildungsqualität fordert die SP-Fraktion deshalb mit einem Fraktionsvorstoss die Erhöhung des Lektionendeputats für die Sekundarstufe von 42 auf 44 Lektionen. Damit der Bildungsrat mit der Stundentafel den Anforderungen gerecht werden kann, muss der Landrat die nötigen Voraussetzungen dafür schaffen.

14. Jun 2017