Die SP BL nimmt mit Interesse Kenntnis davon, dass bei der Realisierung von Salina Raurica – trotz geändertem Vorgehen – an den Vorgaben des Spezialrichtplans festgehalten wird und eine Änderung nicht nötig ist. Dass dafür ein externer Entwickler beigezogen wird, könnte aus Zeit-und Kostengründen tatsächlich Sinn machen. Gleichzeitig kommt die Auslagerung der konkreten Entwicklung von Salina Raurica einer Kapitulationserklärung des Kantons gleich.

Angesichts der bedauerlichen Tatsache, dass die Tramerschliessung von Salina Raurica aufgrund der Vorentscheide im Rahmen des Agglomerationsprogramms erst in etwa fünf Jahren in Angriff genommen werden kann, begrüsst die SP Baselland den Entscheid, das Areal vorerst von Osten her zu entwickeln, mit der S-Bahn Station Salina Raurica als Kristallisationspunkt. Ebenfalls begrüsst wird der Wille, die im Richtplan beschlossenen Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft umzusetzen, damit tatsächlich ein Wohn- und Arbeitsgebiet von "nationaler Ausstrahlung" entsteht. Die SP BL fordert weiterhin, dass der verkehrstechnischen Entwicklung mit dem Schwerpunkt ÖV/ Langsamverkehr höchste Beachtung geschenkt wird. Hochproblematisch erscheint uns in diesem Zusammenhang der Ansatz, auf P+R zu setzen und gleichzeitig die Verlängerung des 14er Trams in Frage zu stellen. Fraglich ist auch, ob eine solche Veränderung noch mit dem bestehenden Spezialrichtplan kompatibel ist. Ebenfalls kritisch beurteilt die SP BL die Vorgabe, einen Nutzungsmix von 60% Arbeiten und 40% Wohnen umzusetzen. Erfolgreiche Referenzprojekte, welche sich durch hohe Lebensqualität auszeichnen, weisen einen Mix von 40% Arbeiten und 60% Wohnen aus.

15. Mai 2014