In Ergänzung der Ausführungen unserer Bundesrätin Doris Leuthard zur „No-Billag-Initiative“ muss mit allem Nachdruck auf das Problem der Verbreitung der Radio- und Fernsehprogramme aufmerksam gemacht werden. Um die Programme landesweit zu verbreiten, betreibt die Swisscom im Auftrag und auf Kosten der SRG ein engmaschiges Sendernetz. Dieses besteht heute aus 1350 Sendeanlagen. Zu den bekanntesten Senderstandorten gehören: St.Chrischona, Bantiger, Uetliberg, Säntis, Aroser Weisshorn, San Salvatore und Valzeina. Um die Rundfunksender betreiben zu können, braucht es rund 350 Richtfunkstrecken und unzählige Glasfaserverbindungen. Nur mit diesem kostenintensiven System ist die Versorgung mit Rundfunkprogrammen auch bis in die hintersten Alpentäler gewährleistet. Ohne dieses Netz könnte auch der Empfang von Radioprogrammen in Fahrzeugen (Autoradiogeräte) oder mittels portablen Empfangsgeräten nicht sichergestellt  werden.

Sollte die No-Billag-Initiative angenommen werden und die SRG damit in finanzielle Schwierigkeiten geraten, könnte wohl auch dieses technisch hochstehende  Verbreitungssystem aus finanziellen Gründen nicht mehr im bisherigen Umfang aufrechterhalten werden. Der Schaden für unser Land und unsere Gesellschaft wäre enorm. Die No-Billag-Initiative ist ein gefährliches Spiel mit dem Feuer.


Bruno Krähenbühl
alt Landrat, SP Münchenstein

15. Dez 2017