Eine Initiative verlangt, dass die Rheinstrasse durchgängig dreispurig bleiben soll, mit einem Mittelstreifen, der z.B. bei einem Unfall im Schönthaltunnel umgehend für den Verkehr geöffnet werden kann. Ich frage mich ernsthaft ist das der neue Trend, wie man den Verkehr sukzessiv ausbauen kann.

Stellen Sie sich vor, wenn diese Initiative tatsächlich angenommen würde, was dann passiert. Ich warte nur darauf, bis jemand verlangt, dass die Hauptstrasse von Münchenstein bis Aesch dreispurig ausgebaut wird. Immerhin gab es ja in den letzten Jahren auch im A18-Tunnel Reinach Süd Unfälle. Niemand hat jedoch daran gedacht, die Parallelstrasse dafür auszubauen. Ich finde den Ausbau der Rheinstrasse nicht nur aus ökologischer Sicht einen absoluten Unsinn, auch die massiven kosten von 60 Millionen Franken stehen in keinem Verhältnis zu dem verschuldeten Kanton Baselland. Sicher, die Rheinstrasse bedarf einer altersbedingten Sanierung – wie übrigens noch andere Kantonsstrassen auch - doch dafür würde wohl die Hälfte des Betrages ausreichen.

Deshalb 2 x NEIN für die Rheinstrasse-Initiative und zum Gegenvorschlag.


Claude Hodel, 
SP Reinach 

08. Nov 2016