In der Schweiz haben sich die Krankenkassenprämien seit den 90er-Jahren verdoppelt, die Prämienverbilligungen für untere und mittlere Einkommen stiegen aber nur um das 1,3-fache. Diese Situation bringt viele Familien und Alleinerziehende finanziell an den Anschlag.

Im Kanton Baselland sind die Zahlen noch extremer. Hier wurden in den letzten sieben Jahren 25 Millionen Franken für Prämienverbilligungen gestrichen – eine Folge des Abbaus bei kantonalen Leistungen. Von 2012 bis 2017 verlor fast ein Fünftel der Menschen, die zu Beginn Prämienverbilligungen erhielten, diesen Anspruch. Umgekehrt muss der Kanton jetzt fast fünfmal so viele ausstehende Prämien wie vor fünf Jahren übernehmen, da ein Teil der Bevölkerung nicht mehr mithalten kann. Dabei gehören die Prämien in unserem Kanton zu den höchsten in der Schweiz.

Ursprünglich war das Ziel, dass die Prämien 8 Prozent des Einkommens nicht übersteigen dürfen. In einem Monat kommt die Prämieninitiative der SP Baselland zur Abstimmung. Sie verlangt, dass die Krankenkassenprämien 10 Prozent des Einkommens nicht übersteigen dürfen. Heute erreicht dieser Anteil oft 15 Prozent und mehr. Die Initiative ist breit abgestützt, auch die Grünen, die EVP, Teile der CVP und mehrer karitative Organisationen stehen dahinter. Die Initiative wurde in nur einer Woche von rund 5000 Personen unterschrieben. Baselland muss wieder sozialer werden. Deshalb Ja zur Initiative Prämienverbilligung. 


Albert Braun, SP Binningen

05. Nov 2018