Der Beschluss des Landrats, das „Läufelfingerli“ aufs Abstellgleis zu schieben, muss vom Volk rückgängig gemacht werden. Die Geschäftsleitung der SP Baselland hat deshalb beschlossen, das Referendum zu unterstützen, das den Erhalt der S9 im Homburgertal sichern will. Auch für die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Tals ist die S9 wichtig. Die Gemeinden des Homburgertals möchten auch deshalb an der S9 festhalten. Das Baselbiet sollte auf sie hören.

Für die Einwohnerinnen und Einwohner des Homburgertals ist die S9 nicht nur ein wichtiges Transportmittel nach Sissach und in die Agglomeration Basel, sie ermöglicht auch eine direkte Verbindung ins Mittelland. Die Argumente für den Ersatz der traditionsreichen – und eben erst in den Bahnhofbereichen erneuerte – Bahnlinie durch einen Bus verfangen nicht. So würde der angedachte Busersatz nach Olten die Fahrzeit für die ÖV-Benutzerinnen und Benutzer um bis zu 15 Minuten verlängern.

Das Beharren auf dem starren Kostendeckungsgrad für die S9 ist unverständlich. Die S9 verkehrt in einer ländlichen Region, deswegen kann ihr Kostendeckungsgrad nicht mit jenem der S3 verglichen werden. Die Bahn ist zudem attraktiver, um einen akzeptablen Modal-Split in dem Tal zu erreichen. Der Bus würde oft auf der verstopften Strasse steckenbleiben. Die Bevölkerung wird deswegen wieder auf das vorhandene Auto umsteigen.

Das Homburgertal wächst. Es sind zurzeit – just in der Nähe der Eisenbahnlinie – diverse Quartierplanungen in der Pipeline. Die Investoren brauchen Planungssicherheit. Die lokale Bevölkerung möchte die S9 erhalten! Obwohl der Busersatz für viele Gemeinden eine bessere Erschliessung (Halbstundentakt) ermöglicht, möchten die Gemeinden des Homburgertals an der S9 festhalten. Wir sollten auf sie hören.

31. Mär 2017