Rettungsdienste: Bürgerliche lassen ländliche Regionen im Oberbaselbiet im Regen stehen

Krankenwagen treffen im Bezirk Waldenburg in nur 55% der Fälle rechtzeitig am Einsatzort ein; ein Missstand, der Leben kostet. Trotzdem hat die rechts-bürgerliche Mehrheit im Landrat heute beschlossen, das Budget für die Ret-tungsdienste zu kürzen.

In den letzten Jahren wurden die Rettungsdienste im Kanton ausgebaut und zusätzliche Mittel gesprochen. Ziel war es, dass Krankenwagen schneller bei den Menschen sind, wenn ein Notfall eintritt. Das war dringend nötig: Teilweise traf in weniger als der Hälfte der Notfälle innerhalb von 15 Minuten ein Rettungs-wagen ein. In einer Mehrheit der Bezirke konnten die Hilfsfristen auf einem ho-hen Niveau gehalten oder verbessert werden. Besorgniserregend ist die Ent-wicklung in den Bezirken Waldenburg und Laufen. Die Erreichung der Hilfsfris-ten ist erneut gesunken, im Fall von Waldenburg auf ohnehin tiefem Niveau. Dort wird die Hilfsfrist nur in 55 Prozent der Fälle eingehalten. Die Regierung konnte bisher nicht erklären, weshalb sich die Situation wieder verschlechtert hat.
Trotz dieser Entwicklung beantragte die Regierung aus finanzpolitischen Grün-den eine Kürzung der Mittel für die Rettungsdienste, ohne diese näher zu be-gründen. Nachdem die zuständige Kommission diese Kürzung zunächst korri-gierte, hat sie die rechtsbürgerliche Mehrheit im Landrat wieder durchgesetzt. Für die SP Baselland ist klar: Diese Kürzung ist fahrlässig. Bei einem Herz-Kreis-lauf-Stillstand sinkt die Lebenserwartung mit jeder Minute drastisch. Es muss alles daran gesetzt werden, die Versorgung der Bevölkerung im Oberbaselbiet zu verbessern.

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