Der Gegenvorschlag zur Kinderbetreuungs-Initiative werden Baselbieter Familien endlich entlastet. Neu beteiligt sich der Kanton mit einem Sockelbeitrag von 25 Prozent an den Kinderbetreuungskosten. Dazu kommen die einkommensabhängigen Subventionen der Gemeinden. Menschen mit tiefen Einkommen werden damit bis zu 95 Prozent der Kinderbetreuungsgebühren erstattet. Für den Mittelstand wird die Kita deutlich bezahlbarer. Der Gegenvorschlag stärkt also die Kaufkraft aller Familien und entlastet die Eltern, welche es am dringendsten benötigen, gezielt. Der erleichterte Zugang zur Kinderbetreuung stärkt zudem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Insbesondere die Löhne und Renten der Frauen werden sich dadurch verbessern.
Da der Landrat den Gegenvorschlag mit einem Vier-Fünftel-Mehr angenommen hat, kann dieser ohne Abstimmung umgesetzt werden. Um eine rasche Umsetzung zu ermöglichen, zieht die SP Baselland ihre Initiative zurück. Sie wird sich jedoch weiterhin für Anliegen einsetzen, die im Gegenvorschlag fehlen. So müssen sich insbesondere die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden in der Kinderbetreuung verbessern. Davon würden nicht zuletzt auch die Kinder profitieren.
Die SP Baselland betont, dass dem Baselbiet auch mit dem Gegenvorschlag ein grosser Fortschritt gelingt. Im interkantonalen Vergleich der Bezahlbarkeit der Kinderbetreuung rückt das Baselbiet von einem der letzten Plätze ins Mittelfeld. Die Vorlage ist eine wichtige Entlastung für Familien und bringt die Gleichstellung voran. Dieser Meilenstein ist das direkte Resultat der SP-Initiative «Kinderbetreuung für alle» und damit ein grosser Erfolg für die SP Baselland und ihr langjähriges Engagement für bezahlbare Kinderbetreuung.