Der 8. GLA droht zum Generellen Leistungs-Abbau zu werden. Die ländlichen Räume werden vernachlässigt, so durch die Umstellung des Läufelfingerli auf den Busbetrieb und durch die Ausdünnung des Angebots bei anderen Linien. Zwar gibt es begrüssenswerte Verbesserungen – wie die Realisierung des Margrethenstichs. Die gesamte Entwicklung ist aber kritisch zu bewerten. Die Landratsfraktion wird sich gegen diesen Abbau wehren.

Anstatt durch einen Leistungsausbau auch die Nutzung des öffentlichen Verkehrs zu verbessern, setzt die Regierung im 8. GLA auf die alte, unbewährte Karte: Es werden Linien abgebaut, Fahrpläne ausgedünnt und Leistungen gekürzt. In der dürren Medienmitteilung der Bau- und Umweltschutzdirektion wird das dann mit den vielsagenden Ausdrücken beschönigt, es sollten „bestehende Angebote optimiert“ und die „Effizienz in der Leistungserbringung gesteigert werden“. Auf gut Deutsch heisst das: Wir bauen ab und die Bedürfnisse der NutzerInnen von wenig frequentierten Linien in den Randgebieten sind uns egal.

Die Umstellung auf Busbetrieb im Homburgertal ist ein Schildbürgerstreich schlechthin. Nur wenige Jahre nachdem man mit Millionen-Investitionen die Haltestellen Flirt tauglich gemacht hat, will man den Betrieb einstellen. Gleichzeitig aber wird verkündet, in naher Zukunft werde eine Wiedereinführung und Verlängerung nach Basel ernsthaft in Erwägung gezogen. Landrat Martin Rüegg kann nur den Kopf schütteln:  „Die Bedürfnisse von Läufelfingen als hauptbetroffener Gemeinde werden ignoriert. Der Kostendeckungsgrad steht und fällt mit den Anschlüssen in Olten und Sissach. Hier braucht es Verhandlungserfolge!“

Die SP Baselland wird in der weiteren Behandlung des 8. GLA darauf drängen, dass ein Abbau des Leistungsangebots verhindert werden kann. Fraktionspräsidentin Miriam Locher spricht Klartext: „Die SP-Landratsfraktion wird einem solchen Leistungsabbau nicht zustimmen können.“

16. Nov 2016