Die SP geht neue Wege und lanciert eine Informations-Kampagne unabhängig von allen laufenden Abstimmungs- und Wahl-Kampagnen: Ab heute hängen in allen BVB-Fahrzeugen Postkarten, die Wilhelm Tell und Helvetia im Gespräch über die EMRK zeigen.

„Europäische Menschenrechtskonvention“ – was für ein langer, umständlicher Ausdruck. Oft wird er abgekürzt durch „EMRK“. Was heisst das? Was steckt historisch dahinter? Und vor allem: Welche Bedeutung hat diese EMRK für uns alle?

Die SP Baselland und die SP Basel-Stadt haben leicht verständliche Informationen zur Europäischen Menschenrechtskonvention formuliert und diese in Dialoge gegossen. Dieser Frage- und Antwort-Katalog ist vor einem Jahr von der SP Schweiz als Anhang einer Resolution veröffentlicht worden. Die beiden Basler Kantonalparteien haben nun sechs der Dialoge grafisch als Zwiegespräche zwischen Helvetia und Wilhelm Tell umgesetzt. Bereits seit Anfang Monat sind sie in den sozialen Medien präsent. Ab heute hängen sie als Postkarten zum Mitnehmen in allen Fahrzeugen der BVB aus.

 „Die EMRK steht sinnbildlich für unsere wichtigsten Grundwerte“, erklärt Sarah Wyss, Co-Vorsitzende der bikantonalen SP-Arbeitsgruppe. „Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen wissen, was sie ganz persönlich an den Menschenrechten haben und wie wichtig sie auch für unser Land sind.“

„Viele Leute haben vergessen, dass die Schweiz lange selber gegen die EMRK verstiess. Zum Beispiel wegen des fehlenden Frauenstimmrechts“, erinnert Martin Rüegg, Landrat und zweiter Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe. Dieses Wissen frischt die Informations-Kampagne auf. Und die Kampagne erinnert daran, dass die Errungenschaften, die wir heute für selbstverständlich halten, nicht einfach aufs Spiel gesetzt werden dürfen.

15. Nov 2016