Die SP Baselland ist froh, dass trotz des rechten Abbaudrucks aus dem Baselbiet kein massiver inhaltlicher Abbau bei der Universität stattfindet. Der neue Leistungsauftrag und Globalbeitrag für die Universität ist ein Kompromiss, welchen die SP Baselland knapp unterstützen kann. Er gibt der Universität Planungssicherheit. Für eine wirklich fortschrittliche Universitätspolitik braucht es jedoch andere politische Mehrheiten im Baselbiet. Eine Erhöhung der Studiengebühren lehnt die SP Baselland ab.

Die Sparauflagen stellen für die Universität eine grosse Herausforderung dar. Die strategischen Reserven der Uni – eigentlich für eine Weiterentwicklung der Universität vorgesehen – fallen dem Abbaudiktat des Baselbiets zum Opfer. Gravierende Auswirkungen des Baselbieter Abbaudrucks konnten nur dank des erneuten Entgegenkommens des Kantons Basel-Stadt verhindert werden. Die Partnerschaft wird wiederholt arg strapaziert.

Die Verknüpfung mit dem Kulturbereich ist dabei weder sinnvoll noch nachvollziehbar. „Baselland verabschiedet sich schrittweise aus der Partnerschaft, wenn Zentrumsleistungen nicht mehr angemessen abgegolten werden“, so Roman Brunner, SP-Bildungskommissionsmitglied.

Die rechtsbürgerliche Forderung nach einer Erhöhung der Studiengebühren ist so falsch wie wirkungslos. Einerseits darf es nicht sein, dass jemandem ein Studium aufgrund der hohen Gebühren verwehrt wird. Andererseits hat die Universität Basel bereits heute die höchsten Studiengebühren im nationalen Vergleich, eine Erhöhung der Gebühren für ausländische Studierende würde unter Umständen sogar zu Mindereinnahmen führen, wie Berechnungen zeigen.

Die SP unterstützt ein neues, dynamisches Finanzierungsmodell für die Universität, welches die finanzielle Leistungsfähigkeit der Kantone über das Ressourcenpotential berücksichtigt. Der neue Leistungsauftrag und Global-beitrag 2018-2021 gibt der Universität immerhin Planungssicherheit und Zeit, die Strategie 2030 auf Basis der Eignerstrategie der Kantone zu erarbeiten. Dazu hat die SP im Landrat bereits einen Vorstoss eingereicht

08. Nov 2017