Unter dem Titel „Wie gemeinsam weiter in der Bildungspolitik?“ trafen sich anlässlich einer Veranstaltung der Grünen BL und der SP BL interessierte Mitglieder der Bildungsgruppen beider Parteien mit dem zuständigen Regierungsrat Urs Wüthrich.

Ziel der von Christoph Hänggi, Vizepräsident der SP BL, und Florence Brenzikofer, Präsidentin der Grünen BL, organisierten Veranstaltung war es, anhand von sechs Thesen eine Auslegeordnung vorzunehmen und über Gemeinsamkeiten der Bildungspolitik beider Parteien zu diskutieren. Im Kanton Baselland stehen in den nächsten Monaten wichtige bildungspolitische Entscheide an, zu welchen Regierungsrat Urs Wüthrich Stellung nahm.

Die Präsidien von SP und Grünen betonen im Nachgang zu dieser Veranstaltung die hohe Übereinstimmung bezüglich der bildungspolitischen Ziele beider Parteien. Eine deutliche Mehrheit der anwesenden BildungspolitikerInnen der Grünen und der SP stehen im Interesse der Wahrung von Chancengleichheit und der Sicherung von hohen Bildungsstandards weiterhin zu HarmoS. In diversen Volksabstimmungen sind die Bestrebungen einer Vereinheitlichung der Bildungssysteme der Schweizer Kantone bestätigt worden. Wichtig bei der Umsetzung der Entscheide sind jedoch die finanziellen Rahmenbedingungen und der Faktor Zeit. Es muss gewährleistet sein, dass genügend Finanzmittel und Zeit für die Weiterbildung der Sek. I-Lehrpersonen und die Einführung neuer Lehrmittel zur Verfügung stehen. Entsprechend sollte der Zeitpunkt der Einführung des Lehrplans 21 überdacht werden. Viele Deutschschweizer Kantone machen diesen wichtigen Schritt erst aufs Schuljahr 2017/18 hin, weshalb auch der Kanton BL eine Verschiebung auf 2016/17 oder 2017/18 prüfen sollte. Über den Zeitpunkt der Einführung entscheidet der Bildungsrat sobald der Lehrplan in seiner definitiven Form vorliegt, was gegen Ende 2014 der Fall sein dürfte.

28. Mai 2014