Nach zwei intensiven Jahren treten Parteipräsident Nils Jocher sowie die Vizepräsidentinnen Sandra Strüby-Schaub und Tania Cucè von ihren Ämtern zurück. In dieser Zeit hat sich die SP Baselland konsequent für ein soziales Baselbiet eingesetzt und dabei Erfolge gefeiert, etwa mit dem Nein zu Verschlechterungen bei den Ergänzungsleistungen sowie mit der Ablehnung des Prämienabzugs-Bschiss. Gleichzeitig hat das Präsidium politische Weichen für die kommenden Jahre gestellt: Mit der progressiven Allianz wurde die Grundlage für zukünftige Mehrheiten gelegt, und auch mit Blick auf die Gesamterneuerungswahlen 2027 wurden bereits wichtige Vorbereitungen angestossen. Tania Cucè bleibt der Parteileitung erhalten und wurde von den Delegierten heute einstimmig zur neuen Parteipräsidentin gewählt.
In ihrer Antrittsrede vor den Delegierten sagte Tania Cucè: «Wenn wir über die Zukunft unseres Kantons reden, dann reden wir über Menschen. Über ihre Sorgen, ihre Hoffnungen, ihre Lebensrealität. Und deshalb müssen wir in den kommenden Jahren für das einstehen, was uns ausmacht: Für mehr Kaufkraft, denn von Lohnarbeit soll man leben können – ohne Angst vor der nächsten Mieterhöhung, vor Prämienanstieg oder hohen Energiekosten. Für soziale Sicherheit in allen Lebenslagen, weil ein starker Kanton jene schützt, die Unterstützung brauchen und zwar ohne Hürden und ohne Stigmatisierung. Ich denke da an Familien, die zwischen der Kita-Rechnung und Miete jonglieren müssen. Ich denke an Pensionierte, die sich fragen, ob sie sich die nächste Arztrechnung leisten können. Ich denke an all die Menschen, die Unterstützung brauchen und sie falls überhaupt auch oft zu spät oder zu kompliziert bekommen. Wir müssen Hürden abbauen und dafür sorgen, dass niemand durch die Maschen fällt.»
Ins Vizepräsidium wurden Simone Fluri (Allschwil) und Lars Trachsler (Gelterkinden) gewählt. Der abtretende Präsident Nils Jocher sowie die bisherigen Vizepräsidentin Sandra Strüby-Schaub wurden mit grossem Applaus aus ihren Ämtern verabschiedet.
An der Geschäftsdelegiertenversammlung hat die SP Baselland die Parolen für die Abstimmung vom 9. Juni gefasst.
National
Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz»
Samira Marti stellte den Antrag, die Chaos-Initiative der SVP abzulehnen. Die Delegierten folgten dem Antrag einstimmig.
Änderung des Bundesgesetzes über den zivilen Ersatzdienst
Dem von Ronja Jansen gestellten Antrag, die Verschärfung des Zivildiensts abzulehnen, folgten die Delegierten einstimmig mit einer Enthaltung.
Kantonal
Initiative «Energiepolitik nur mit der Bevölkerung»
Einstimmig folgten die Delegierten dem Antrag von Urs Kaufmann, die Zwängerei-Initiative der SVP Baselland abzulehnen.
Neue Ortsdurchfahrt Birsfelden, Umgestaltung der Haupt- und Rheinfelderstrasse, Ausgabenbewilligung für die Realisierung
Florian Schreier stellte den Antrag, die Ausgabenbewilligung für die Realisierung der neuen Birsfelder Ortsdurchfahrt anzunehmen. Dem folgten die Delegierten einstimmig.
Initiative «Zämme in Europa»
Für die Initiative «Zämme in Europa» wurde bereits im August 2025 die JA-Parole gefasst.